Advertisement

Zusammenfassung

Wenn mich irgend etwas im Reiche der Wissenschaft überrascht hat, so ist es Ihre gestern empfangene Sendung. Ich hatte mich gewöhnt, seit der Bekanntschaft mit Ihrem vortrefflichen Werk über Heraklit Ihren Namen mit dem Altertum, mit der Philologie, mit der Mythologie, mit der spekulativen Philosophie zu verknüpfen, ich hatte mich gewöhnt, ihn mit Lobecks1) Namen zu verknüpfen, weil Lobeck, als Sie ihm ein Exemplar des „Dunklen“ geschickt hatten, zu mir kam, von mir über Sie nähere Auskunft zu erhalten, die ich ihm wenig geben konnte — und nun liegen da zwei starke Bände eines „Systems der erworbenen Rechte“ vor mir, eine Frucht der gründlichsten, positivsten Studien und des stärksten und kühnsten philosophischen Nachdenkens. Und das ist derselbe Lassalle, der einen Franz von Sickingen gedichtet, politische Flugschriften ausgestreut und meine Logik in der Philosophischen Gesellschaft Berlins besprochen hat,2) wie ich durch Dr. Märcker3) erfahren hatte.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

References

  1. 1).
    Lassalle hatte am 25. April mit einem ausführlichen Begleitschreiben, das Böckh den Inhalt des Werks nahebringen sollte, diesem „das erste Exemplar“ seines eben die Presse verlassenden Systems der erworbenen Rechte übersandt. Dieser Brief Lassalles wurde in der „Frankfurter Zeitung“ vom 28. Dezember 1910 abgedruckt.Google Scholar
  2. 2).
    Rudolf Gneist. S. unter Nr. 142.Google Scholar
  3. 1).
    Christian August Lobeck (1781–1860), hervorragender Philologe, seit 1814 ordentlicher Professor in Königsberg. Bald nach dem Erscheinen des Heraklit stattete er Lassalle einen Besuch ab.Google Scholar
  4. 2).
    S.oben Nr. 133.Google Scholar
  5. 3).
    Friedrich August Märcker, Privatdozent und titularprofessor an der Universität Berlin (1804–1889).Google Scholar
  6. 4).
    Diderots Leben und Werke erschienen erst 1866.Google Scholar
  7. 1).
    Der Historiker Saint-René Taillandier (1817–1879), damals Professor in Montpellier, später an der Sorbonne, zählte zu den namhaftesten französischen Interpreten der zeitgenössischen deutschen geistigen Produktion und Geschichte.Google Scholar
  8. 2).
    Nachdem er von Lassalles Kritik Kenntnis erhalten hatte, entschied sich Rosenkranz dennoch, Michelet und ihm zu antworten. Das geschah in der Schrift: Epilegomena zu meiner Wissenschaft der logischen Idee. Als Replik gegen die Kritik der Herren Michelet und Lassalle, Königsberg 1862. Dort heißt es (S. 11): „Auf die Kritik des Herrn Professor Michelet würde ich geschwiegen haben, aber die viel intensivere Kritik des Herrn Dr. Lassalle bewegt mich, mein Stillschweigen zu brechen, zumal die ganze Gesellschaft ihm Beifall gezollt hat. Es kann mir nicht gleichgültig sein, wenn ein Mann von der Vielseitigkeit der Bildung und dem Scharf-Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Gustav Mayer

There are no affiliations available

Personalised recommendations