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Technologisches aus dem „Mittelalterlichen Hausbuch“ (1480?)

  • Edmund O. von Lippmann

Zusammenfassung

Das unter dem Namen „Mittelalterliches Hausbuch“ bekannte Werk aus dem Besitze der Fürsten Waldbürg-Wolfegg-Waldsee stellt eine der kostbarsten Bilderhandschriften des späteren Mittelalters dar und zählt zu den bedeutsamsten Urkunden deutschen Geisteslebens im 15. Jahrhunderte4). Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es das um 1480 abgefaßte Handbuch eines in Süddeutschland (Heidelberg, Speyer?) ansässigen „Büchsenmachers“, eines bürgerlichen Mannes, der aber, wie so viele seiner Fachgenossen, eine sehr angesehene gesellschaftliche Stellung einnahm; er legte in ihm, ohne bestimmte Ordnung, eine Fülle der verschiedenartigsten Kenntnisse nieder, die nicht nur sein kriegerisches Handwerk betrafen (Pulver, Feuerwaffen, Minen usw.), sondern auch technische Betriebe aller Art, Bergwerks- und Hüttenwesen, Geldprägung, Bereitung von Nahrungs-, Schönheits- und Heilmitteln für Mensch und Tier, Hauswirtschaft, Aberglauben usf., und ließ es durch einen, dem Namen nach noch nicht ermittelten Meister mit einer Reihe merkwürdig realistischer Zeichnungen hohen künstlerischen Wertes ausschmücken. Auf diese, wie überhaupt auf die kunstgeschichtliche Bedeutung des „Hausbuches“ kann hier nicht eingegangen werden, dagegen sei im folgenden ein kurzer Abriß des Inhaltes gegeben, vor allem des technischen und technologischen.

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Literature

  1. 4).
    Vgl. die Einleitung in der Ausgabe von Bossert-Storck (Leipzig 1912).Google Scholar
  2. 1).
    S. hierüber meine „Entstehung und Ausbreitung der Alchemie“ (Berlin 1919).Google Scholar
  3. 2).
    28; die Zahlen geben die Seiten der Bossert-Storck schen Ausgabe an; die in eckigen Klammern stehenden Worte sind von mir herrührende erklärende Zusätze.Google Scholar
  4. 1).
    Genaueres hierüber und über vieles Folgende s. in H. Prof. Dr. B. Neumanns wichtigem und ausführlichem Aufsatze „Die Anfänge der Probierkunst“ in „Metall und Erz“, Bd. 17, S. 168, 1920; einen Sonderabdruck verdanke ich dem Herrn Verfasser.Google Scholar
  5. 3).
    Fachkenner werden sich vielleicht veranlaßt sehen, diese schwierige Stelle berichtigend zu deuten und aufzuklären.Google Scholar
  6. 6).
    „Metall und Erz“, Bd. 17, S. 333, 1920; auch einen Sonderabdruck dieses Aufsatzes verdanke ich der Freundlichkeit des Herrn Verfassers.Google Scholar
  7. 2).
  8. 3).
    Tafel 40 u. 32.Google Scholar
  9. 4).
    Tafel 43 u. 44.Google Scholar
  10. 5).
    Tafel 41 u. 42.Google Scholar
  11. 6).
    Verschwiegen werden hier anscheinend die hölzernen Krystallisier-Stäbe oder Gestelle.Google Scholar
  12. 2).
    Tafel 46 u. 47.Google Scholar
  13. 3).
    Tafel 48–53, 65–71.Google Scholar
  14. 4).
    Tafel 58 u. 59. 5) Tafel 62–64.Google Scholar
  15. 6).
    Tafel 60 u. 61.Google Scholar
  16. 7).
    Tafel 54–57.Google Scholar
  17. 3).
    Vgl. meine „Beiträge zur Geschichte des Alkohols“ (Chemiker-Zeit. 1913, S. 1313; 1917, S. 865).Google Scholar
  18. 2).
    26; s. daselbst auch Mittel zum Schutze gegen Motten und Ungeziefer.Google Scholar
  19. 3).
    Hauptsächlich 12–24.Google Scholar
  20. 4).
    Vgl. auch Tafel 35: Spinnrad mit mechanischem Handantrieb.Google Scholar
  21. 5).
    26; süße Fladen und Backwerke.Google Scholar
  22. 6).
    Von diesen wird im Text nur einmal (15) eine einzige genannt: Avicenna.Google Scholar
  23. 7).
    Kupferoxyd.Google Scholar
  24. 8).
  25. 9).
    Zinkvitriol.Google Scholar
  26. 10).
    Pottasche.Google Scholar
  27. 11).
  28. 12).
    Ein unreines Zinkoxyd.Google Scholar
  29. 13).

Copyright information

© Berlin · Verlag von Julius Springer 1923

Authors and Affiliations

  • Edmund O. von Lippmann
    • 1
    • 2
  1. 1.Technischen HochschuleDresdenDeutschland
  2. 2.Zuckerraffinerie HalleHalle A. S.Deutschland

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