Unglückszeit und Wiedererhebung. 1806–1815

  • Paul Goldschmidt

Zusammenfassung

Im Jahre 1805, als Österreich, Rußland und England sich zum Kriege gegen Frankreich verbanden, gab es zwar am preußischen Hofe eine Partei, die ein Bündnis mit Frankreich wünschte, um Österreich zu bekämpfen, seinen Einfluß in Deutschland zu brechen und Preußen zu vergrößern. Eine andere, starke Partei aber und die große Mehrzahl der Bevölkerung wünschte den Anschluß an die Verbündeten und den Krieg gegen Napoleon. Kaiser Alexander von Rußland, der am 25. Oktober nach Berlin kam, um den König zu besuchen und seine Bundesgenossenschaft zu gewinnen, wurde mit dem lebhaftesten Jubel begrüßt. Zur Erinnerung an deisen begeisterten Empfang erhielten die Sandstraße, ein Teil der Contreescarpe und der Paradeplatz ihre jetzigen Namen: Kaiserstraße, Alexanderstraße und Alexanderplatz. Aus jede Weise suchte Kaiser Alexander die ihm günstige Stimmung zu steigern und dadurch auf den König einzuwirken. Diesem Zwecke diente auch die theatralische Szene in der Potsdamer Garnisonkirche, wo er zu nächtlicher Stunde bei Fackelbeleuchtung am Sarge Friedrichs des Großen einen Freundschaftsbund mit dem Könige schloß.

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Anmerkungen

  1. (S. 149–164.)
    Isslands Brief an Schiller vom 10. Februar 1799, im Besitz des Marbacher Schillervereins, war von diesem Anfang 1909 mit anderen Schiller-Andenken in Berlin ausgestellt. — Granier, Franzosen in Berlin. (Hohenz. Jahrb. 1905.) — Pufahl, Berliner Patrioten. (Progr. Der Dortheenschule. 1896.) Holzhausen, Franzosen in Berlin. (Voss. Ztg. Okt. Und Nov. 1906.) — George, Erinnerungen eines Preußen 1805–1815. — Parthey, Jugendeinnerungen. 1871. Nicolais, spatter an seinen Schwiegerfohn Parthey übergegangenes Wohnhaus Brüderstraße 13 ist in seiner äußeren Gestalt fast unverändert erhalten und noch im Besitz seiner Nachkommen. — Gabriel de Bray, Denkwürdigkeiten. 1901. — Mémoires du general baron de Marbot. I. 1891. — Faré, Lettres d’un jeune officier à sa mere. 1898. — Bassewitz, Kurmark Brandenburg. 1806–1808. 2 Be. 1851. — Gubitz, Erlebnisse. 1888. — Friedr. Von Raumer, Lebenserinnerungen. 1861. — Klöden, Jugenderinnerungen. 1874. — Augsb. Allgem. Zeitg. Vom 21 August. 1807 — Stuttgarter Morgenblatt. 1807. Theaterberichte aus Berlin. — Goeth-Zelterscher Briefwechsel. — Unger, Franzosen in Berlin. 1809. — Die angeführten Karrikaturen auf Lange in der Göritz-Lübeck-Bibliothek. — Ein Exemplar von Schulenburgs Maueranschlag im Märkischen Museum. — Lettow-Vorbeck, Krieg von 1806/7. II, 319 fge. — Schneider, Theater und Krieg. (Dtsches Theater-Archiv. 1858.) — Issland, über meine theatralische Laufbahn, her. Von Hostein. 1886. — Czygan, Die französ. Zensur in Berlin 1806–1808. (Brand. preuß. Forsch. 21, 1.) — M. Lehmann, Fichtes Reden vor der preuß. Zensur. (Preuß Jahrbücher Bd. 82.) — Die Legende von dem Blumenstrauß (S. 157) bei Streckfuß (500 Jahre) ohne Angabe der Quelle.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1910

Authors and Affiliations

  • Paul Goldschmidt
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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