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Zusammenfassung

Die Niederländer selbst nennen das bei ihnen durch den grössten Theil des 17. Jahrhunderts herrschende Barocko «den Stil Rubens» und mit einigem Recht, denn das Genie des grossen Malers äussert sich bestimmend undRichtung gebend auf allen Gebieten der bildenden Kunst. Wie Rubens selbst von italienischer Bildung abhängig ist, so ist es auch das ganze niederländische Kunstschaffen dieser Zeit; dasselbe hat aber zugleich einen starken Zusatz von nordischer Eigenthümlichkeit und selbstständiger Schöpferkraft aufzuweisen. Rembrandt ist in der Malerei der Hauptvertreter einer originell nationalen Richtung, die sich mit ganz bewusster Absicht dem äusserlich gewordenen falschen Pomp der italienischen Kirchen- und Historienmalerei entgegenstellt. In derselben Zeit erreicht die holländische Genremalerei eine hohe, ganz nationale Entwickelung und nicht minder eigenthümlich gestaltet sich die Landschaftsmalerei durch die tiefpoetischen Schöpfungen eines Ruysdael und Hobbema. — Die Architektur bewahrt der Hauptsache nach, ähnlich wie in Deutschland, die gothischen Prinzipien der Gesammtanlage und das Eindringen des Barocks äussert sich wesentlich nur in den Detailbildungen, welche im Allgemeinen von der italienischen Kunst, speziell in Südholland, vom französischen Stil Louis XIII. und in Gelderland und Over-Yssel von deutschen Leistungen beeinflusst werden.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer Berlin 1886

Authors and Affiliations

  • Gustav Ebe

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