Der Rechtsbegriff des Tonwerks

  • Arthur Wolfgang Cohn

Zusammenfassung

Das LMUG bestimmt im § 1: „Nach Maßgabe dieses Gesetzes werden geschützt….die Urheber von Werken der Tonkunst“. Was das Gesetz aber unter dem Begriff des Tonwerks (Abkürzung für „Werk der Tonkunst“) versteht, darüber verlautet nichts, und dieser ist noch heute vollkommen unklar, da die bisher aufgestellten Definitionen meist nur Umschreibungen des Gesetzwortes sind. So meint Allfeld (S. 55): „Ein Werk der Tonkunst ist ein mit den Ausdrucksmitteln der Musik in individuelle Form gebrachter Gedankeninhalt, welcher entweder durch Aufzeichnung oder durch Vortrag zur Erscheinung in der Sinnenwelt gelangt ist“. Welches nun aber die Ausdrucksmittel der Musik sind, was individuelle musikalische Form heißt, was für ein Gedankeninhalt in eine solche Form gebracht werden kann, — das alles sind so fundamentale Fragen, daß ihre prinzipielle Entscheidung nicht völlig dem Ermessen des einzelnen Richters (vgl. oben S. 2) oder selbst der, immer nur für den besonderen Fall verlangten, Begutachtung durch die Sachverständigen überlassen bleiben darf.

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© Verlag von Julius Springer 1917

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  • Arthur Wolfgang Cohn

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