Zusammenfassung

Auch für die weiblichen Kriminellen im pathologischen Bereich bringen ähn lich wie für die jugendlichen physiologische Momente: hier die durch die Geschlechtseigenart und die Generationsvorgänge bedingten psychophysischen Eigenheiten beachtenswerte kriminalpathologische Besonderheiten und Abweichungen vom allgemeinen Durchschnitt mit sich. Freilich werden dadurch die unsozialen pathologischen Frauen noch lange nicht zu solcher kriminologischer Bedeutung erhoben wie die Jugendlichen. Die Gründe sind zum Teil äußerer Natur. Der Anteil weiblicher Individuen an der pathologisch bedingten Kriminalität ist zwar weder der absoluten Zahl nach, noch im Verhältnis zu den weiblichen Geisteskranken überhaupt, noch im Verhältnis zu den männlichen pathologischen Kriminellen einwandfrei festgestellt. Er ist aber jedenfalls gering, wofür schon die kleine Zahl der zur Beobachtung während des Strafverfahrens und zur Behandlung aus Untersuchungs- und Straf haft den Irrenanstalten überwiesenen Fälle spricht. Ob die für die allgemeine Kriminalität gültigen Verhältniszahlen, wonach weibliche Fälle etwas weniger als ein Fünftel der männlichen (Pollitz) ausmachen, auch für das pathologische Gebiet gelten dürfen, erscheint zweifelhaft. Hier dürfte die weibliche Zahl wohl noch geringer sein.

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© Julius Springer in Berlin 1931

Authors and Affiliations

  • Karl Birnbaum

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