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Zum Geburtstage des Königs Friedrich Wilhelm des Vierten

am 15. Oktober 1857
  • Albert von Bamberg

Zusammenfassung

Das Geburtsfest unseres geliebten Königs, welches sonst für alle treuen Preußen ein Tag hoher, ungetrübter Freude ist, sollen wir diesmal mit einem von tiefer Welmut ergriffenen Gemüt begehen. Unerwartet schnell hat ihn ein schweres Leid betroffen. Jhn, den wir, wo er sich seinem Volke nahte, mit Stolz den erhabenen Schwung seines Geistes entfalten, die herzgewinnende Milde und Huld seines wohlwollenden, menschenfreundlichen Sinnes darlegen sahen, ihn fesselt die Gewalt schwerer Krankheit, und nur erst die letzten Tage haben seinem ängstlich harrenden Volke die beglückende Kunde gebracht, daß eine günstigere Wendung zum Heile einzutreten scheine. Wie hat sich in diesen Tagen banger Sorge und Spannung unser Gemüt nur mit ihm, dem geliebten Vater seiner Unterthanen, beschäftigt! Und wenn wir daher an dem heutigen Feste wohl sonst gewohnt waren, von dem Geburtstage des Herrschers den Ausgang nehmend uns nach den mannigfaltigsten Richtungen hin alles das vorzuführen, was die Geschichte unseres Vaterlandes, seine Gegenwart wie seine Vergangenheit Herrliches darbietet, wenn wir uns weideten an der ehrenvollen Stellung, welche unser Staat durch die Thatkraft und Einsicht seiner Regenten, durch die Hingebung seiner Bewohner errungen hat, so erscheint uns heute aller dieser Glanz farblos, wenn wir bedenken, daß der geliebte Monarch der dieses unser teures Baterland 17 Jahre lang mit Weisheir, Güte und Kraft geleitet, der in ihm mit sorgsamer hand to viale Reime zu seinem ferneren glücklichen Gedeihen entwickelt hat, heute an das Krankenbett gesselt darniderliegt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1886

Authors and Affiliations

  • Albert von Bamberg
    • 1
  1. 1.GothaDeutschland

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