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Zur Entlassung der Abiturienten

am 4. Oktober 1865
  • Albert von Bamberg

Zusammenfassung

Wenn eine Mutter ein geliebtes Kind auf eine Reise aussendet, so forscht und prüft sie, ob sie es wohl auch mit allem zur Reise Nötigen versehen habe. Vor ihren Augen schweben alle die gedenkbaren Gefahren, die dasselbe treffen können, und sie beruhigt sich vor ihrem Gewissen nicht eher, als bis sie sich sagen kann, daß sie ihrerseits alles gethan hat, um den Liebling auszustatten und vor jeder kommenden Verlegenheit zu schützen, und erst dann glaubt sie auch, ihn mit festerem Vertrauen der allewege den Menschen haltenden göttlichen Obhut überlassen zu können. Allein mag auch die mütterliche Treue und Zärtlichkeit noch so freigebig und vorsorglich gewaltet haben, immer wird es sich auch fragen, ob der Dahinziehende auch selbst das bei sich trage, was er sich selbst aus seinen eigenen Mitteln zu geben vermochte. Denn sicher und noch der göttlichen Hand wahrhaft wert ist er erst dann, wenn er selbst wie ein Bias sein wahrstes Eigentum bei sich trägt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1886

Authors and Affiliations

  • Albert von Bamberg
    • 1
  1. 1.GothaDeutschland

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