Wirtschaft (Handel und Industrie)

  • Max Fleischmann

Zusammenfassung

Jeder Staat, soweit er durch Verträge nicht beschränkt ist, hat das Recht, diejenige Handelspolitik zu treiben, die er für die richtige hält; er kann dem reinsten Freibandelsprinzip huldigen oder in seinem autonomen Tarif weitgehende Schutzzölle einführen; er kann durch Verträge sich binden, die entweder einen bis in die kleinsten Einzelheiten gehenden Tarif, oder aber die bloße Meistbegünstigungsklausel enthalten; er kann alle andern Staaten auf dem Fuße der Gleichberechtigung behandeln, oder, wenn er Retorsionen nicht scheut, mit Differenzialzöllen arbeiten. Dagegen ist der vollständige Ausschluß eines Staates vom Handelsverkehr, wie ihn die Pariser Wirtschaftskonferenz der Verbandsstaaten vom 14.–17. Juni 1916 in Aussicht genommen hat (der Wirtschaftskrieg im Frieden), mit dem Grundgedanken des Völkerrechts (oben S. 126) unvereinbar2).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 3.
    Sartorius v. Waltershausen, § 11 des Frankfurter Friedens, 1915. — Vgl. auch Schilder, Mitteleuropa und die Meistbegünstigungsfrage, 1917.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • Max Fleischmann
    • 1
  1. 1.Universität HalleDeutschland

Personalised recommendations