„Werksgemeinschaft“ als Organisation der Interessensolidarität

  • K. Vorwerck
  • D. K. Dunkmann

Zusammenfassung

Das letzte Kapitel gilt dem Problem, das freilich heutzutage zumeist das erste und das letzte zugleich ist, dem Organisationsproblem. Um die Idee der Sache kümmert man sich entweder gar nicht, oder man behandelt sie von vornherein als organisatorisches Problem. Natürlich behandeln die Gewerkschaften die sog. „Werksgemeinschaft“ lediglich als äußere Erscheinung, die gleich einem Fremdkörper in die Arbeiterbewegung hineingetreten sei und jeder ideellen Grundlage entbehre. Die wahre „Idee“der Arbeiterbewegung haben sie selbstredend gepachtet und für die neue als „gelbe“gekennzeichnete Organisation gibt es nach ihnen keinen anderen Erklärungs- grund als den der Bestechlichkeit und damit der charakterlosen Devotion der Arbeiterschaft ihren Herren und Gebietern gegenüber. Wir brauchen uns dabei nicht weiter aufzuhalten, aber um so mehr haben wir den Vorrang der Idee zu betonen denen gegenüber, die selbst auf freundschaftlich eingestellter Seite immer nur in erster Linie hier ein Organisationsproblem erblicken, das unter den gegenwärtigen Verhältnissen, bei dem Übergewicht der Gewerkschaften, bei dem herrschenden „Terror“derselben in den einzelnen Betrieben nur mit allerhöchster Vorsicht zu behandeln sei.

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© Verlag von Julius Springer 1928

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  • K. Vorwerck
  • D. K. Dunkmann

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