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J. G. Fichte

1762–1814
  • Paul Przygodda
  • J. G. Fichte
  • E. v. Hartmann

Zusammenfassung

Merke auf dich selbst: kehre deinen Blick von allem, was dich umgibt, ab und in dein Inneres — ist die erste Forderung, welche die Philosophie an ihren Lehrling tut. Es ist von nichts, was außer dir ist, die Rede, sondern lediglich von dir selbst.

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Literatur

  1. 1).
    Dies haben alle diejenigen übersehen, die da erinnern, entweder: was der erste Grundsatz besage, komme unter den Tatsachen des Bewußtseins nicht vor, oder es widerspreche denselben.Google Scholar
  2. 1).
    Das heißt ganz populär ausgedrückt: Ich, das in der Stelle des Prädikats A setzende, dem zufolge, daß es in der des Subjekts gesetzt wurde, weiß notwendig von meinem Subjektsetzen, also von mir selbst, schaue wiederum mich selbst an, bin mir dasselbe.Google Scholar
  3. 1).
    So ist es auch allerdings der logischen Form jedes Satzes nach. In dem Satze A = A ist das erste A dasjenige, welches im Ich, entweder schlechthin, wie das Ich selbst, oder aus irgend einem Grunde, wie jedes bestimmte Nicht-Ich gesetzt wird. In diesem Geschäfte verhält sich das Ich als absolutes Subjekt; und man nennt daher das erste A das Subjekt. Durch das zweite A wird dasjenige bezeichnet, welches das sich selbst zum Objekte der Reflexion machende Ich, als in sich gesetzt, vorfindet, weil es dasselbe erst in sich gesetzt hat. Das urteilende Ich prädiziert etwas, nicht eigentlich von A, sondern von sich selbst, daß es nämlich in sich ein A vorfinde: und daher heißt das zweite A das Prädikat. — So bezeichnet im Satze A = B A das, was jetzt gesetzt wird, B dasjenige, was als gesetzt, schon angetroffen wird. — Ist drückt den Übergang des Ich vom Setzen zur Reflexion über das Gesetzte aus.Google Scholar
  4. 1).
    Das alles heißt nun mit anderen Worten, mit denen ich es seitdem ausgedrückt habe: Ich ist notwendig Identität des Subjekts und Objekts: Subjekt-Objekt: und dies ist es schlechthin, ohne weitere Vermittelung. Dies sage ich, heißt es; ohnerachtet dieser Satz nicht so leicht eingesehen und nach seiner hohen vor der W. L. durchgängig vernachlässigten Wichtigkeit erwogen ist, als man denken möchte; daher die vorhergehenden Erörterungen desselben nicht erlassen werden können.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1916

Authors and Affiliations

  • Paul Przygodda
  • J. G. Fichte
  • E. v. Hartmann

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