Elftes Kapitel

  • Adam Stein

Zusammenfassung

Wir überspringen einen Zeitraum von zehn Jahren.

Diese Zeit war verflossen, seit Halbert Glendinning die Hand der schönen Marie von Avenel und zugleich das Erbe eines alten Rittergeschlechts erhalten hatte. Jhre Vereinigung war so glücklich, wie ihre gegenseitige Liebe nur möglich machen konnte; aber dennoch wurde sie durch besondere Umstände verbittert: der eine Umstand war das Unglück Schottlands. Das Land befand sich in zerrüttetem Zustande und die Bewohner bedrohten sich gegenseitig mit dem Schwerte. Wie der Graf Murray erwartet hatte, zeigte sich Glendinning als ein standhafter Freund, muthig im Kampfe und weise im Rath, und anhänglich in allen Lagen des Lebens. Wenn irgend Gefahr drohte, wie in jener Zeit häufig der Fall war, so wurde der Ritter Halbert stets aufgerufen, seinen Gönner auf Kriegszügen oder gefährlichen Unternehmungen zu begleiten, oder ihm bei den Ränken, welche am Hofe herrschten, mit seinem Rathe beizustehen. So kam es, daß er lange und häufig von seinem Schlosse und seiner Gattin entfernt war, und sie fühlte diese Trennung um so schmerzlicher, da Kinder ihrem häuslichen Glücke versagt blieben.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1865

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  • Adam Stein

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