Zusammenfassung

Darüber besteht wohl nicht der geringste Zweifel, daß die Leiter der Schlachthöfe es als vornehme Aufgabe betrachten, nicht nur Tierquälereien, sondern sogar alle Ansätze hierzu strenge zu unterdrücken. Gerade unter den Treibern der Tiere, aber auch unter den Angestellten der Fleischer findet man oft Leute, welche wenig oder kein Mitgefühl mit Tieren haben, die sogar Tiere roh mißhandeln, schlagen und stoßen. Anderseits kann man sehr oft die Beobachtung machen, daß gerade aus den erwähnten Kreisen seitens der Meister jede Roheit gegen Tiere ganz energisch bekämpft wird, daß gegen Rohlinge sogar Anzeigen erstattet werden. Schlachthofleiter, welche auf langjährige Tätigkeit zurückblicken können und das Einst und Jetzt miteinander vergleichen, werden anerkennen müssen, daß Tierquälereien heute viel seltener sind als in früheren Jahren. Die Betriebsvorschriften der Schlachthöfe enthalten stets Bestimmungen, welche Tierquälereien zu verhindern beabsichtigen. Untersagt ist das Schlagen von Tieren beim Treiben, das Stoßen, das Umdrehen der Schweife und das Treiben mit Hunden. Leider aber ist eine tierquälerische Handlung nicht in jedem Falle ohne weiteres strafbar, sondern nur dann, wenn ein Dritter Ärgernis nimmt. Die Tierschutzvereine sind ja seit Jahren bemüht, für Tierquäler höhere Strafen zu erreichen, leider bis heute mit geringem Erfolge.

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© Verlag von Julius Springer 1932

Authors and Affiliations

  • H. Heiss

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