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Der Friedensvertrag und der deutsche Außenhandel

  • F. Lusensky

Zusammenfassung

Der deutsche Außenhandel wird durch den Friedensvertrag stark beeinträchtigt. Die Gebietsabtretungen und die darüber hinausgehende Verkleinerung des deutschen Zollgebiets mindern die Ausfuhrfähigkeit Deutschlands, während der Verlust vorwiegend agrarischer Landesteile und der überseeischen Schutzgebiete zu Bezügen an landwirtschaftlichen Erzeugnissen und an Rohstoffen aus dem Auslande nötigen wird, die früher von der eigenen Volkswirtschaft geliefert wurden (1). Die durch den Krieg zerstörten Rechtsgrundlagen des deutschen Außenhandels gegenüber den gegnerischen Staaten sind in einer für Deutschland ungünstigen Weise neu geordnet worden (2). Eine weitere Schwächung des deutschen Außenhandels folgt aus der Abtretung der deutschen Handelsflotte und der deutschen Unterseekabel, der Liquidierung des deutschen Vermögens in den gegnerischen Staaten und aus den Auflagen, die der Friedensvertrag für die binnenländischen Frachttarife vorsieht (3). Schließlich erfährt die freie Entwicklung des deutschen Außenhandels Hemmungen durch die uns auferlegte Pflicht zum Wiederaufbau der durch Kriegsmaßregeln zerstörten Gebiete, zu Warenlieferungen und zur Herstellung von Handelsschiffen für die gegnerischen Mächte (4).

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© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • F. Lusensky
    • 1
  1. 1.Wirklichem Geheimen RatBerlinDeutschland

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