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Der Friedensvertrag und die Seeschiffahrt

  • P. Stubmann
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Zusammenfassung

Die deutsche Reederei als Handwerkszeug unserer Überseewirtschaft nimmt im Friedens„vertrag“ von Versailles eine besondere Stellung ein; sie ist das Objekt der traurigsten Bestimmungen dieses weltgeschichtlichen Rechtsinstruments, wenn überhaupt es unter diesen eine Rangordnung nach unten gibt. Hätte ich nur die Aufgabe, von der Reederei an dieser Stelle zu sprechen, dann würde es genügen, die nüchternen Verpflichtungen des Diktats von Versailles, insbesondere den Inhalt der „Anlage III“, die sich hinter Art. 244 findet, hier darzustellen. Dieser Band behandelt aber den Frieden von Versailles im Verhältnis zu der weltwirtschaftlichen Stellung Deutschlands, will also nicht nur den weltwirtschaftlichen Inhalt der „Bibel von Versailles“, sondern ihre Auswirkungen und ihr Ergebnis für die weltwirtschaftliche Position des deutschen Volkes darlegen. Meine Aufgabe geht also über die Darstellung des Zusammenbruchs der deutschen Reederei infolge des Friedensgebotes der Sieger hinaus. Es gilt, die Veränderung darzulegen, die mit der deutschen Seeschiffahrt seit 1914 vorgegangen ist. Diese Veränderung ist nahezu allein das Ergebnis von Versailles; denn alle schmerzhaften Einwirkungen des Krieges auf die deutsche Seeschiffahrt waren reparabel, solange nicht das Vernichtungsgebot von Versailles den schweren Kriegswunden die Erdrosselung hinzufügte. Erst hierdurch ergab sich auch ein völlig neuer Gesichtswinkel für die Kriegsverluste und die Beurteilung wirtschaftlicher Verschiebungen auf die deutsche Seeschiffahrt, die teils schon vor dem Kriege, hauptsächlich aber während seines Verlaufs eingetreten sind.

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© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • P. Stubmann
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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