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Zusammenfassung

Unter einem Atomstrahl oder Molekularstrahl verstehen wir folgendes: Zwei halbkugelförmige Räume A und B Abb. ia seien miteinander durch eine sehr enge scharfkantige Öffnung in der Mitte einer Trennungswand verbunden. Im Raume A befinden sich Moleküle α in kleiner Konzentration. Im Raume B seien Moleküle β in so geringer Konzentration, daß die freie Weglänge der β-Moleküle sehr groß gegenüber den Dimensionen des Raumes B ist. Dann werden nach den Grundvorstellungen der kinetischen Gastheorie Atome a aus A durch die Öffnung in den Raum B eintreten, mit einer Geschwindigkeit, welche nur von der Temperatur des Raumes A abhängig ist, und werden ohne irgendwelche Störungen im Raume B dessen Wände erreichen, an denen sie nicht reflektiert, sondern niedergeschlagen werden sollen. Die zeitliche Aufeinanderfolge der austretenden Atome soll so klein sein, daß trotz ihrer entsprechend der Maxwellschen Verteilung verschiedenen Geschwindigkeit während des Laufes durch B keine Zusammenstöße zwischen den hintereinanderlaufenden α-Atomen eintreten. Die Niederschlagsdichte wird bei kleiner aber endlicher Öffnung entsprechend dem Cosinus-Gesetz von der Mitte der Halbkugel B nach den Rändern zu abnehmen. Werden statt der einen Öffnung mehrere in Abständen hintereinander gesetzt Abb. ib, so können nur noch die Atome die Wände B erreichen, welche in dem Öffnungswinkel der Blenden in die erste Blende eintreten.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • Walther Gerlach
    • 1
  1. 1.Frankfurt a. M.Deutschland

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