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Die magnetische Beeinflussung der Resonanzfluoreszenz

  • W. Hanle

Zusammenfassung

Unter Resonanzfluoreszenz versteht man den einfachsten Fall der Fluoreszenzstrahlung, bei welchem das anregende Licht dieselbe Wellenlänge besitzt wie die Eigenschwingung des Atoms. In der Bohrschen Theorie entsteht jede Spektrallinie nicht durch eine definierte Eigenschwingung eines Atoms, sondern durch einen Übergang zwischen zwei energetisch verschiedenen Zuständen. Die Lichtabsorption besteht darin, daß ein Atom von einem energiearmen Zustand in einen energiereicheren Zustand, die Lichtemission darin, daß es von dem energiereicheren in einen energieärmeren Zustand übergeht. Die bei der Lichtemission ausgestrahlte Frequenz v ergibt sich aus der Bohrschen Frequenzbeziehung hv = E 2E I, wo E I und E 2 die Energie des Atoms im Grundzustand und im Anregungszustand und h eine universelle Konstante bezeichnet. Der Vorgang bei der Resonanzfluoreszenz spielt sich nun so ab, daß unter Lichtabsorption ein Atom in den dem Normalzustand nächst höheren Zustand übergeht, dort einige Zeit bleibt (Verweilzeit) und dann unter Ausstrahlung wieder in den Normalzustand zurückfällt. Die Resonanzfluoreszenz ist bei Quecksilber, Natrium und den anderen Alkalien, sowie Tallium und Blei untersucht. Die Hg-Resonanzlinie 2536,7 Å entspricht einem Übergang von einem 2 p 2 Zustand (Anregungszustand) I) in einen I S Zustand (Normalzustand).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • W. Hanle
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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