Die Rotation der Milchstraße

  • K. F. Bottlinger

Zusammenfassung

Die Grundlage für die Erforschung des Aufbaues unseres Sternsystems bildete zunächst die Stellarstatistik. Auf Grund von Sternzählungen in den verschiedenen Himmelsgegenden versuchte man die räumliche Anordnung der Sterne vorerst ohne Rücksicht auf ihre Bewegungen zu bestimmen. Die Zählungen der helleren Sterne waren durch die verschienenen Durchmusterungen des Himmels bis etwa zur 10. scheinbaren Größe über den ganzen Himmel ausgeführt worden. Für die schwächeren Sterne war wegen der großen Zahl die Erfassung des gesamten Materials nicht mehr möglich. Darum hatte Kapteyn 206 Felder, die Selected Areas, die über den ganzen Himmel gleichmäßig verteilt waren, herausgesucht, und man begnügte sich für die schwächeren Sterne mit den Stichproben aus diesen Gebieten. Da die Sternzahlen schon für die hellsten, dem bloßen Auge sichtbaren eine strenge Beziehung zur Milchstraße zeigen, werden wir im folgenden fast ausschließlich die galaktischen Koordinaten verwenden und nur ausnahmsweise die astrometrisch gebräuchliche Rektaszension und Deklination erwähnen. Da die Lage der Milchstraße, die den Himmel nahezu als Großkreis umspannt, wegen der vielen Unregelmäßigkeiten in ihrer Struktur nicht genau festellbar ist, muß man sich auf einem bestimmten Koordinatenanfangspunkt festlegen.

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© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  • K. F. Bottlinger
    • 1
  1. 1.Berlin-BabelsbergDeutschland

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