Die Geschichte vom indischen König mit dem Leichnam

  • Heinrich Zimmer

Zusammenfassung

Die sichtbare Feier eines solchen Tages, wie es der sechzigste Geburtstag C. G. Jungs ist, bleibt ein Uneigentliches seiner Begebenheit, ist nur wie ein Stück Schale einer Frucht, — sein Kern, das Wahre an ihm, entzieht sich jedem Wort und Blick. Es ist das stumme Zwiegespräch eines Einsamen mit seinem Dämon. So ist auch das sichtbare Werk, so umfänglich, trächtig und vielbedeutend immer, funkelnd in der Patina durchkämpfter, immer neu aus sich aufbrechender Jahrzehnte, heute sich widerspiegelnd im Echo eines festlichen Chores von Huldigungen und Wünschen und zu einem Bruchteil seiner Wirkungen prismatisch gesammelt in ein Dankbuch wie dieses, nur etwas Uneigentliches, das auf ein Wesenhafteres hinweist. Von diesem ist im Gespräch des Einsamen mit seinem Dämon die Rede; in der Öffentlichkeit aber läßt sich von Wesenhaftem nur mittelbar handeln. Jung selbst hat es kürzlich ausgesprochen, „die besten Dinge lassen sich nicht sagen, und die zweitbesten gehen nicht ein“. Darum scheint die angemessene Form, zur Feier seines vollendeten sechzigsten Jahres beizutragen, die mittelbare. Jeder Versuch, Wesenhaftes anzurühren, muß ohnehin im Mittelbaren, Indirekten verbleiben.

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© Julius Springer in Berlin 1935

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  • Heinrich Zimmer

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