Hochveredlung der Baumwolle

  • A. Bodmer

Zusammenfassung

Verfolgt man die Entwicklung der Baumwollindustrie im 19. Jahrhundert, so ist zu beobachten, daß sich das Bedürfnis nach höherer Veredlung schon früh geltend machte. Man gab sich nicht mehr damit zufrieden, die rohen Garne und Gewebe nur zu reinigen, zu bleichen, zu färben und zu bedrucken, sondern man versuchte diese Produkte mit mehr oder weniger Erfolg noch durch die Appretur für den Verkauf besonders zurechtzumachen, wofür die mannigfaltigsten Behandlungsweisen zur Anwendung gelangten. Mittels Stärkeappretur sollte Dichte, Griff und Geschlossenheit erreicht, durch Pressen, Glätten, Rauhen u. dgl. die Oberfläche der Fasergebilde verändert werden. Die Vervollkommnung der Maschinen und Arbeitsmethoden hatte denn auch die Ausrüstung auf eine hohe Stufe gebracht. Jedoch waren diese auf mechanische Weise erzielten Appretureffekte von recht geringer Haltbarkeit, so daß oft ein vorteilhaft aussehender Stoff durch eine einzige Wäsche wieder ganz unansehnlich wurde.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • A. Bodmer

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