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Setzt bei einem Widerstande oder Angriffe gegen einen forstbeamten, der ihm während der Befragung eines Verdächtigen geleistet wird, der §117 Str.-G.-B.’s zur Anwendung voraus, daß der Verdächtige auf frischer Chat betroffen oder unmittelbar vom Forste aus verfolgt wurde? Ist das Recht der Befragung des Verdächtigen von der objektiven Nothwendigkeit seiner seiner Anwendung behufs der Aufklärung des Sachverhaltes abhängig?

  • Bernhard Danckelmann

Zusammenfassung

Der Königlich Württembergische Forstschußwachter B. hatte wahrgenommen, daß in einem seiner but unterstellten Staatswalde bei X. dürres Stangeholz gestohlen worden sei, daß wie ersichtlich, der Dieb mit dem Holze nach X. gegangen und nach den Fußspuren eine Frau gewesen sein müsse. Zum Zwecke der Nachforschung hatte er sich sofort nach X. begeben, um nach dem gestohlenen Holze zu sehen und die daselbst wohnende H., welche er des Diebstahls verdächtig hielt, zu befragen. Bei dem betreffenden Hause angelangt, hatte er eine Tracht dürren Stangenholzes entdeckt, er war in die Wohnstube der Verdächtigen gegangen und hatte sie zur Rede gestellt und wie oft sie in letzter Woche im Staatswalde, um Holz zu holen, gewesen sei. Die H. Hatte jede Antwort verweigert. Der Ghemann der H. hat bei dieser Gelegenheit den Förster mit einer Art bedroht. Es fragt sic hob Widerstand gegen die Staatsgewalt im Sinne des § 117 Str.-G.-B.’s vorliegt.

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© Verlag von Julius Springer Berlin 1894

Authors and Affiliations

  • Bernhard Danckelmann
    • 1
  1. 1.EberswaldeDeutschland

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