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Die materialen Grundgefüge: Wirtschaft und Recht

  • Carl Brinkmann
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 25)

Zusammenfassung

In dem weithin berechtigten Kampfe der modernen Wissenschaft gegen die Erbschaften des Rationalismus und der Aufklärung hat man3) wohl gefragt, ob denn nicht der Vorrang der politischen und wirtschaftlichen Studien in der Soziologie im Grunde auch so eine rationalistische Überlieferung sei und mit der Zeit an die vernachlässigte Soziologie der loseren Kulturformen der Sitte, Kunst, Sprache u. ä. übergehen müsse. Soweit damit ein stoffliches Studienprogramm aufgestellt sein soll, ist ja bereits die „Kultursoziologie“ der Gegenwart in vollem Zuge, es zu verwirklichen. Anders aber steht es mit der Frage des Ranges, besser der Systematik der einzelnen Stoffgebiete in der Soziologie. Hier wird der tatsächlich in Forschung und Unterricht bewährte Vortritt der Nationalökonomen, Juristen und politischen Historiker stets für sich anführen können, daß alle jene die „Kultursoziologie“ interessierenden zerstreuten Lebensgebiete der Gesellschaft, etwa die Soziologie der Hausmusik oder einer modernen sozialreligiösen Sekte wie der Heilsarmee4), notwendig gemeinsam mit allen ähnlichen irgendwo in die Zentralgebiete staatlicher und wirtschaftlicher Ordnung, wenn auch noch so versteckt, einmünden, ja vielleicht von diesem Punkte aus ihre eigentlich soziologische Verständlichkeit finden.

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© Verlag Von Julius Springer · Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • Carl Brinkmann
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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