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Die Irrationalität als soziologischer Grundbegriff

  • Carl Brinkmann
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 25)

Zusammenfassung

Erst die Einsicht in den eben geschilderten sozialpsychischen Organismus läßt nun den oben (S. 2f.) wissenschaftsgeschichtlich umrissenen Hauptsinn der soziologischen Forschung ganz verstehen. Daß gesellschaftliche Entwicklung gleichsam mit ihrer Spitze auf Intelligenz und Rationalität ausgerichtet ist, hat in jedem Gesellschaftssystem (nicht nur in dem modern-rationalistischen) zur Folge, daß sich die Aufmerksamkeit bei gesellschaftlich bedeutungsvollen Vorgängen vornehmlich deren rational verständlichen Seiten zuwendet oder ihnen solche sogar zuschreibt. Nicht als ob nicht das Bedürfnis nach dem Irrationalen in allen Systemen sehr groß wäre: Aber auch dieses wird sehr häufig subjektiv in Formen des rationalen Geschehens gekleidet; noch das Wunder wird als von Göttern oder göttlich Begnadeten „gemacht“ Gegenstand des Glaubens.

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© Verlag Von Julius Springer · Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • Carl Brinkmann
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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