Zusammenfassung

„In einer großen Fabrik optischer Instrumente hatte man seit längerer Zeit beobachtet, daß die Messingpolierer einen reichlichen grünspanähnlichen Ansatz an den Zähnen hatten und je nach der sonstigen Beschaffenheit ihrer Zähne und ihrem Gesundheitszustande früher oder später in auffallender Weise von Zahnkrankheiten heimgesucht wurden. In dieser Abteilung wurden nur Arbeiter von 14 bis 27 Jahren, und zwar ausschließlich mit dem Polieren von kleinen Messingteilen an kleinen Schleifscheiben beschäftigt, die mit Schmirgelpapier überzogen sind. Schon bei 16 jährigen Arbeitern traten Zahnerkrankungen auf, und der 47 Jahre alte, seit 21 Jahren als Messingpolierer tätige Meister dieser Abteilung hat sämtliche Zähne verloren. Es wurden nun alle kleinen Polierscheiben an eine Staubabsaugung angeschlossen, wie es bei den großen Polierscheiben einer anderen Abteilung schon von vornherein geschehen war. Sodann ließ die Firma den erwähnten Leuten die Zähne instandsetzen, wobei sie den größeren Teil und die Krankenkasse nur den kleineren Teil der Kosten übernahm. Die Staubabsaugung ist seit 3/4 Jahren in Betrieb, und die Firma glaubt, daß selbst bei den Leuten, welche die schlechtesten Zähne hatten, die Zahnkrankheiten vollständig zum Stillstand gekommen seien.“(RB. Coblenz.)

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Literatur

  1. 1).
    Die industrielle Herstellung und Verwendung der Chromverbindungen von Dr. R. Fischer, Berlin 1911. Schriften des G-ewerbehygienischen Institutes, Frankfurt a. M.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Ernst Brezina
    • 1
  1. 1.Technische HochschuleWienÖsterreich

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