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Gesundheitsverhältnisse und hygienische Zustände in einzelnen Industrien

  • Ernst Brezina
Part of the Schriften aus dem Gesamtgebiet der Gewerbehygiene book series (SGG, volume 8)

Zusammenfassung

„Nicht ganz günstig liegen die gesundheitlichen Verhältnisse bei der Herstellung der sogenannten Politurleisten. Die rohen Holzleisten werden zunächst mit einem Schwamm genetzt, d. h. mit Wasser stark befeuchtet. Je nach Material und Temperatur treten innerhalb mehrerer Stunden alle etwa noch in Spannung befindlichen Holzfasern heraus und werden dann mit einem leicht eingestellten Hobel oder Sandpapier beseitigt. Hierauf werden die Leisten mit einer Wasserbeize überzogen, die zumeist aus dem bituminösen, Humin- und Ulmin-säure enthaltenden Kasseler Braun mit Essig, Soda oder Ammoniak hergestellt wird. Die Arbeiter, namentlich solche mit empfindlicher Haut, reiben sich beim Auftragen der Beize, obwohl dies mit einem Ballen geschieht, leicht die Finger durch, wozu kleine Hautrisse den Anfang bilden. In einem erst seit Jahresfrist eröffneten Betriebe haben sich bislang von 6 mit solchen Beizarbeiten beschäftigten Leuten 4 Jungen eitrige Fingerentzündungen zugezogen, die bei 2, nachdem sie auf einige Tage die Beizarbeit ausgesetzt hatten, verschwanden, aber bei Wiederaufnahme wiederkehrten. Inwieweit die von der Firma als Schutzmaßnahme versuchte Benutzung von Gummihandschuhen als wirksam und praktisch brauchbar zu erachten ist, kann zur Zeit mangels ausreichender Erfahrungen noch nicht beurteilt werden.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Ernst Brezina
    • 1
  1. 1.Technische HochschuleWienÖsterreich

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