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Schwefelwasserstoff

  • Ernst Brezina
Part of the Schriften aus dem Gesamtgebiet der Gewerbehygiene book series (SGG, volume 9)

Zusammenfassung

Zwei Vergiftungen durch Schwefel Wasserstoff gas kamen in einer chemischen Fabrik vor. In einem Falle hatte der Getötete, der mit Reinigungsarbeiten beschäftigt war, verbotswidrig ein Ventil geöffnet, aus dem Schwefelwasserstoff austrat. Es wurde angeordnet, daß solche Reinigungsarbeiten nur im Beisein eines Vorarbeiters vorgenommen werden dürfen. In dem anderen Falle war Schwefelwasserstoff infolge Überdrucks aus einem Wasserverschluß ausgetreten. Eine auf den Wasserverschluß gesetzte Kappe war abgebrochen. Es wurde verlangt, den Wasserverschluß so einzurichten, daß austretendes Schwefelwasserstoff gas über das Dach abgeleitet wird. Weiterhin erlitt ein Arbeiter einer Akkumulatorenfabrik bei der Reinigung der Schwefelwasserstoff entwicklungsapparate eine tödliche Gasvergiftung. Die Reinigung sollte stets von zwei Arbeitern in einem besonderen Räume, der auch als Filtrierzimmer diente und dem eigentlichen kleineren Schwefelwasserstoffraume gegenüberlag, vorgenommen werden. Am Unfalltage wurde jedoch der kleinere Raum zum Reinigen der Behälter benutzt, um die Luft des größeren Raumes, in dem noch anderweitig gearbeitet wurde, nicht zu verpesten.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Ernst Brezina
    • 1
  1. 1.Technische HochschuleWienAustria

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