Advertisement

Zusammenfassung

Die allgemeine Erfahrung zeigt, daß bei den Kohlenhauern im Ruhrgebiet Staubindurationen weit seltener sind als bei den Gesteinshauern. Immerhin weicht auch bei ihnen das Röntgenbild nicht so selten yom normalen ab. Oft entspricht es ungefähr dem, was wir als leichteste Staubveränderungen bei Gesteinshauern beschrieben haben: Vermehrung der Lungenzeichnung, die netzförmigen Bau zeigt, fleckige Verdickung der Knotenpunkte dieser N etze, Verdickung der yom Hilus ausgehenden Stränge, Verbreiterung des Hilusschattens. Da sich diese Veränderungen oft bei älteren Kohlenhauern finden, die bereits an Altersemphysem leiden, so hebt sich die netzförmige Zeichnung besonders deutlich von dem Untergrund abo Anatomische Untersuchungen zeigen, daB es sich hier groBtenteils nicht um eine Bindegewebsvermehrung in der Lunge, sondern um eine Kohlenstaubanfüllung der peribronchialen und perivaskulären Lymphräume ohne Induration handelt, also nicht um eine Pneumonokoniose im engeren Sinne. Neben dies en leichtesten Veränderungen weist eine beschränkte Zahl von Kohlenhauern aber die typischen Erscheinungen der feinfleckigen Staublunge auf. Es fragt sich, ob der Kohlenstaub an sich diese Veränderungen hervorgerufen hat oder vielleicht Beimengungen von Gesteinsstaub. Letztere Müglichkeit ist zunächst nicht von der Hand zu weisen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

References

  1. Pancoastu. Pendergrass: Pneumoconiosis. New York 1926.Google Scholar
  2. Edling: Acta radiol. (Stockh.) 6.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1930

Authors and Affiliations

  • A. Böhme
    • 1
    • 2
  • C. Lucanus
    • 1
    • 2
  1. 1.Augusta-Kranken-Anstalt in BochumDeutschland
  2. 2.Evangel. Krankenhauses EickelDeutschland

Personalised recommendations