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Reformvorschläge und ihre Durchführbarkeit

Chapter
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Part of the Währungspolitische Zeitfragen book series (WZ, volume 1)

Zusammenfassung

Einige Vorschläge, die in den letzten Monaten zur Lösung der Silberfrage unterbreitet worden sind, können vom technischen Standpunkt aus als von vornherein ungesund oder in dem gegenwärtigen Stadium der Währungsauffassungen als hoffnungslos unpraktisch abgetan werden. In die erste Kategorie fällt die Anregung, daß die Vereinigten Staaten oder eine Gruppe der westlichen Gold-Länder China eine Anleihe in Silber gewähren sollten. Diese Anregung ist ihrem innersten Wesen nach absurd. China leidet nicht an einem Mangel an Silber, sondern unter dem einheimischen Chaos und der Armut sowie unter dem Druck der fallenden Kaufkraft seiner Exporte, welche die Gütermenge, die es mit dem Erlös von der übrigen Welt kaufen kann, herabmindert. Falls dem Land eine Silberanleihe gewährt werden würde, so müßte das Silber auf dem Metallmarkt wieder verkauft werden, um den Erlös für den Ankauf überseeischer Waren verwenden zu können. Sollte die Absicht bestehen, einen Anreiz auf die chinesischen Käufe überseeischer Waren auszuüben, so würde es viel zweckentsprechender sein, hier direkte Goldanleihen zu geben; denn Anleihen zum Zwecke der Silberkäufe zu machen und dann das Silber zu verkaufen, um den Erlös in allgemeine Kaufkraft umzuwandeln, ist offenbar ein ebenso überflüssiges wie lächerliches Vorgehen.

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© Verlag von Julius Springer 1932

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