Statistische Gesichtspunkte zur Klärung der Silberfrage

  • T. E. Gregory
Part of the Währungspolitische Zeitfragen book series (WZ, volume 1)

Zusammenfassung

Wie die Tabelle 3 zeigt, schwankte die Silberproduktion in den letzten Jahren um 250 Millionen Unzen fein herum, und zwar waren bis zum Zusammenbruch im Jahre 1930 die Produktionsziffern leicht nach oben gerichtet. Über die Zuwachsrate der Silbererzeugung während des 19. Jahrhunderts bestehen vielfach übertriebene Vorstellungen, und es verdient darauf hingewiesen zu werden, daß im Verlauf des Zeitraumes 1800 bis 1920 diese Zuwachsrate nur ungefähr halb so groß war wie bei Blei und Kupfer, nur ungefähr ein Viertel so groß wie bei Zink und beträchtlich geringer als die Hälfte der Zuwachsrate der Goldproduktion (siehe Tabelle 4). Auf der anderen Seite läßt sich unmöglich die Steigerung in den Jahren 1925–1929 als unbedeutend abtun1. Eine Dekade sehr starker Produktionszunahme zwischen 1871 und 1880 (als die Silberfrage zum erstenmal in den Vordergrund rückte) wurde durch eine stetig rückläufige Produktion abgelöst, bis in der Periode 1916 bis 1920 schließlich im Ausmaß von 13% ein absoluter Rückgang unter die Produktionsziffern des vorausgegangenen Fünfjahresabschnittes erfolgte. Dieser Produktionssrückgang (der in erster Linie auf die Verringerung der mexikanischen Erzeugung zurückzuführen war) trieb im Einklang mit der Steigerung des in Papierwährung berechneten Silberpreises in Europa und zusammen mit der großen Silbernachfrage in Indien und dem Fernen Osten den Sterlingpreis für Silber auf einen Höchststand von 89,5 d pro Standardunze im Jahre 1920, von dem dann der drastische Absturz erfolgte.

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© Verlag von Julius Springer 1932

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  • T. E. Gregory

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