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Der Ursprung des Rechts

  • K. Schilling
Part of the Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen book series (FRA, volume 2)

Zusammenfassung

Es ist bekannt, daß die Glosse zum Sachsenspiegel in sehr starkem Maße römisches und kanonisches Recht zur Erläuterung des Sachsenspiegels heranzieht und beides mit dem Recht des Sachsenspiegels zu vereinen sucht. Aber dieser erste Versuch, das fremde Recht mit dem einheimischen in Einklang zu bringen, blieb unbefriedigend. Eine harmonische Verschmelzung, wie sie später etwa in der Karolina gelang, hat die Glosse in keiner Weise erreichen können. Dazu war nicht nur die geistige Erfassung des fremden Rechts allgemein zu wenig fortgeschritten. Auch die Methodik der Glosse, vor allem die Behandlung der fremden Rechtsquellen, war zu unvollkommen. Vorstellungen der verschiedensten Art stehen daher in der Glosse oft unvermittelt nebeneinander, oder sie sind zu einem seltsamen Gemisch miteinander vermengt.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. hieröber Fehr: a. a. O. Schilling, Sachsenspiegel-Glosse.Google Scholar
  2. 1.
    Daß das der Auffassung des Sachsenspiegels entspricht, legt Fehr, a. a. o S. 163, dar.Google Scholar
  3. 2.
    Darauf haben schon, allerdings ohne nähere Begründung, hingewiesen: Meier, Ernst: a. a. O. S. 199, Bergbohm: a. a. O. S. 158, Note 12.Google Scholar
  4. 1.
    Vgl. Sohm: a.a.O. S. 102, Note 18. Meier, E.: a.a.O. S. 162, der abweichende Ansichten anführt. Die Ausdrücke mos und consuetudo werden von Gratian nicht auseinandergehalten. Vgl. Meier, E.: a. a. O. S. 162 bei Note 2.Google Scholar
  5. 2.
    Es kann nicht zugegeben werden, daß die Glosse in ihren Ausführungen zum Text. Prol. den Ausdruck „Gewohnheit“ für alles Recht gebraucht. (So Meier, E.: a. a. O. S.70.) Für eine solche Abweichung von dem sonstigen Sprachgebrauch findet sich kein Anhalt. Die Ausführungen, die hier von den Erfordernissen der Gewohnheit sprechen, zeigen im Gegenteil, daß das Wort Gewohnheit nur in seinem eigentlichen Sinn gebraucht ist.Google Scholar
  6. 1.
    Der hier übergangene Satz „Recht unde ee heft und’scheit / alse kune unde en scheppenisse“ geht vielleicht auf Glossa ordinaria zu D. I. i, 6 pr. (ad ius civile) zurück: „additur autem iuri naturali in forma ut in matrimonio quod iure naturali inventum fuit … Praeterea iuri gentium additur materia quia cum iure. gent, nihil esset de tutela cogitatum inventa est materia et forma a iure civili“.Google Scholar
  7. 1.
    Sämtl. Zitate haben mit den Ausführungen der Glosse nichts zu tun. Das Vorbild dieses Satzes ist ungewiß. In Dist. I.c. I0 heißt es: ius militare est… pro personarum qualitatibus et laboribus iusta divisio (siehe unten S. 6/7.).Google Scholar
  8. 1.
    Vgl. Steffenhagen: Wien. Sitzgsber. 194/3, S. 86f.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1931

Authors and Affiliations

  • K. Schilling

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