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Die Rolle der Psychiatrie bei politischer Haft in der DDR

  • Sonja Süss
Chapter

Zusammenfassung

Der folgende Beitrag basiert auf Studien, zu denen die Autorin seit dem Frühjahr 1993 in der Forschungsabteilung der „Gauck-Behörde“ Gelegenheit hatte. Während der vergangenen zwei Jahre hat sie einige hundert Akten des früheren DDR-Staatssicherheitsdienstes ausgewertet, wobei ihre Untersuchungen gezielt auf das Gesundheitswesen und insbesondere auf das psychiatrische Fachgebiet gerichtet waren. Ausgehend von ihren Recherchen plädiert sie für eine differenzierte Sichtweise: ein Generalverdacht gegenüber den in der DDR forenisch tätig gewesenen Psychiatern ist genauso unangebracht wie pauschales Vertrauen. Zwei Beispiele illustrieren, wie unterschiedlich Psychiater in der DDR forensische Aufgaben gegenüber politischen Häftlingen wahrgenommen haben. Anschließend wird die institutionelle Entwicklung der DDR-Haft-Psychiatrie skizziert und aufgezeigt, in welcher Weise Ärzte als inoffizielle und offizielle Mitarbeiter mit dem Staatssicherheitsdienst kooperiert haben.

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© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG, Darmstadt 1996

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  • Sonja Süss

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