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Endokarditishäufigkeit im eigenen Krankengut

  • Dieter Horstkotte

Zusammenfassung

Fehlende prospektive Inzidenzermittlungen erlauben keine präzise Bestimmung der Häufigkeit mikrobiell verursachter Endokarditiden. Aufgrund der erheblichen Differenz zwischen klinisch und autoptisch diagnostizierten Erkrankungsfällen [41, 164, 227] ist die. Endokarditis-Prävalenz bis in die jüngere Vergangenheit deutlich höher zu veranschlagen, als in klinischen Beobachtungsserien berichtet. In diesem Zusammenhang erscheinen Daten eines kardiologisch orientierten Zentrums interessant, in dem aufgrund der Kooperation verschiedener medizinischer Disziplinen frühzeitig ein besonderes Interesse an der Endokarditis bestand und Erkrankungsfälle seit 1945 systematisch erfaßt wurden [33, 34]. Ab 1970 wurde der Verlauf aller Patienten mit gesicherter Endokarditis zusätzlich prospektiv beobachtet. Seit 1979 wurden nicht nur gesicherte Endokarditiden, sondern auch Patienten, bei denen eine Nativ- (NE) oder Prothesenendokarditis (PE) vermutet worden war, prospektiv erfaßt und die Krankheitsverläufe dokumentiert. Als Kontrolle für die Konsekutivität diente die nach Diagnose geordnete Befundsammlung des Echokardiographielabors. Auf diese Weise wurden prospektiv Daten von 294 konsekutiven Patienten mit gesicherter und 193 Patienten mit vermuteter, letztlich aber unbestätigtem Verdacht einer Endokarditis gesammelt und für die Analyse klinischer Fragestellungen herangezogen (Tab. 2.1).

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG, Darmstadt 1995

Authors and Affiliations

  • Dieter Horstkotte
    • 1
  1. 1.Universitätsklinikum Benjamin FranklinFreie Universität BerlinBerlinDeutschland

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