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Grundlagen der Therapie und Rehabilitationsprobleme in der Unfallneurologie

  • H. W. Delank

Zusammenfassung

Seit Descartes hat bis in unsere Tage hinein die dualistische Trennung von Leib und Seele auch der medizinischen Forschung unzweifelhaft ein tragendes Fundament zur methodischen Analyse von Tatbeständen gegeben. Um ärztliches Denken und Handeln vor einem in unserer Zeit bedenklich um sich greifenden perfektioni-stischen Glauben zu schützen, bedarf es jedoch der Einsicht, daß derartig erfaß-bare Tatbestände — und zwar sowohl im körperlichen als auch im seelischen Bereich — immer nur eine partikulare Erkenntnis bringen, nie aber das Ganze selbst darstellen. Denn das Ganze schlechthin ist aus dem Wesen der Erkenntnis, die der Mensch in der Zeit vollzieht, für diese unmöglich (Jaspers). Auch jeglichem Bemühen um eine ärztliche Hilfe für den kranken Menschen wird die so geartete menschliche Erkenntnisfähigkeit stets nur begrenzte Wege eröffnen können selbst dort, wo die Medizin wieder gelernt hat, Leib und Seele als zwei komplementäre Erscheinungsweisen des Lebendigen zu umgreifen und in ihre nosologische Vorstellung einzubeziehen. Doch darf das Wissen um die durch diese Gegegebenheiten gesteckten Grenzen nicht die Zielsetzung bei der Behandlung von Krankheiten einengen. Vielmehr wird es stets vornehmste ärztliche Aufgabe bleiben, in der Krankheit der ganzen Persönlichkeit des leidenden Mitmenschen zu begegnen. „Weil sie das Ganze verkannten, auf welches man seine Sorgfalt richten müßte, wären“— so urteilte bereits Plato im Charmides-Dialog — „bei den Hellenen die Ärzte den meisten Krankheiten noch nicht gewachsen gewesen.“

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt 1970

Authors and Affiliations

  • H. W. Delank
    • 1
  1. 1.Neurologischen Klinik und Poliklinik der Berufsgenossenchaftlichen Krankenanstalten BergmannsheilBochumDeutschland

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