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Nicht auf Koagulationsveränderungen beruhende Bluteiweißreaktionen (indirekte Labilitätsreaktionen)

  • Fritz Heepe

Zusammenfassung

Die abnorme Koagulierbarkeit, welche die Grundlage aller vorstehend genannten Bluteiweißreaktionen bildet, ist nur eine Ausdrucksmöglichkeit der pathologischen Plasmaeiweißzusammensetzung. Eine Reihe weiterer, dem gleichen Zweck dienender Methoden im Blut bzw. Serum oder Plasma benutzt die verschiedenartigsten anderen chemischen, physikalischen und physikalisch-chemischen Äußerungen der gestörten Eukolloidität des Blutes zur Erkennung und Differenzierung krankhafter Zustände (= indirekte Labilitätsreaktionen). Trotz der Verschiedenheit der herangezogenen Kriterien ist die Reaktionsweise dieser Verfahren bei den einzelnen Erkrankungen derjenigen der Koagulationsreaktionen prinzipiell im allgemeinen gleichgerichtet und in einzelnen Fällen sogar überraschend ähnlich. Die beiden Gruppen von Reaktionen hauptsächlich zugrunde liegende humorale Alteration, die Dispersitäts- bzw. Ladungsveränderung der Bluteiweiße, ist eben zunächst die gleiche. Hierzu kommen allerdings bei vielen der indirekten Labilitätsreaktionen mehr oder weniger starke Einwirkungen von nicht in der Zusammensetzung der Proteine liegenden, nach Art und Ausmaß im einzelnen meist noch schwer abschätzbaren Faktoren. Insgesamt ist das Gebiet der indirekten Labilitätsreaktionen des Blutes, mit Ausnahme der Blutsenkungsreaktion, noch sehr wenig erforscht.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff, Darmstadt 1953

Authors and Affiliations

  • Fritz Heepe
    • 1
  1. 1.Universitäts-KinderklinikGöttingenDeutschland

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