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Vom Fossilen Harz, das die Griechen »Electron« Nannten, Zum Elektromobil

  • Rudolf Krebs

Zusammenfassung

Die Lebensweise in den modernen Industriestaaten wird in besonders hohem Maße von einer Energie bestimmt, deren Existenz zwar schon dem antiken Menschen bekannt war, die aber erst seit dem letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts zum Antrieb von Maschinen technisch genutzt werden kann. Die Griechen erkannten die Energie an ihren Wirkungen, die sie am Bernstein beobachteten. Dieses fossile Harz bezeichneten sie mit dem Wort »Elektron«, d.h. »das Strahlende«. Daraus ging später über Ableitungen aus dem Lateinischen das deutsche Lehnwort »Elektrizität« hervor. Seit dem 18. Jahrhundert wird damit die von Elektronen transportierte Energie bezeichnet. Die praktische Anwendung bedingte einen neuen technischen Zweig, die Elektrotechnik. Ein Teilgebiet der Elektrotechnik ist seit den vierziger Jahren dieses Jahrhunderts die Schalttechnik ohne mechanische Schalter, die »Elektronik«. Wortverbindungen werden mit dem Bezugswort »Elektron« gebildet, wie z.B. die Worte »Elektro-lyt«, »Elektr(o)-ode«. Das Bezugswort »Elektron« als Teil eines Kompositums kann eine ganz andere Bedeutung haben als das ursprüngliche Substantiv. Im Wort »Elektro-lyt« kommt der zweite Bestandteil von dem griechischen Verb »lyo«, lösen. »Elektro-lyt« heißt also »mit Elektrizität wirkender Löser«. Der Begriff »Elektrode« ist mit dem griechischen Substantiv »hodos«, Weg, gebildet. »Elektrode« heißt also »von der Elektrizität vorgegebener Weg«.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin, Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Rudolf Krebs
    • 1
    • 2
  1. 1.Abt.TEF, C 100Daimler Benz AGStuttgartDeutschland
  2. 2.IspringenDeutschland

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