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Allgemeines

  • K. T. M. Schneider
  • C. v. Kaisenberg
  • W. Holzgreve

Zusammenfassung

Bei der Etablierung von Referenzwerten invasiv gewonnener fetaler Blutproben besteht der erste Schritt darin, mit Sicherheit eine Kontamination auszuschließen. So hat in Abhängigkeit von der Fragestellung jede Art der Kontamination unterschiedliche Auswirkungen. Am häufigsten werden Verunreinigungen mit mütterlichem Blut, Amnionflüssigkeit oder Natriumcitrat beobachtet. Mütterliches Blut in Proben läßt sich am besten durch den ß-HCG Spiegel, hämatologische Indices (Dilution) und Erythrocytenantigene nachweisen (Seren mit hohen Titern an anti-I Ak gegen I-Ag mütterlicher Erythrocyten), (720). Verglichen mit adulten Erythrozyten zeigen die fetalen Antigene entweder eine abnormal erniedrigte Frequenz oder eine signifikant reduzierte Expression: A, B, Al, H, Lua, Lub, Lea, Leb, Pl, P und I (Abb. 55). Ausgewählte Anti-I und anti-i Kälteagglutinine, die bei Raumtemperatur aktiv sind, können in passenden Dilutionen verwendet werden, um eine mögliche Kontamination der Proben mit mütterlichem Blut festzustellen. Dieser Test kann eine Kontamination ab 5% nachweisen und so die maternale oder fetale Herkunft des Blutes feststellen (305). Amnionflüssigkeit kann durch die zusätzliche Bestimmung der Gerinnungstests und Anfertigung eines Blutausstriches und Natriumcitrat durch die Bestimmung der Dilution und der Gerinnungstests diagnostiziert werden. Verunreinigungen mit mütterlichem Blut sollten bei der Interpretation hinsichtlich der IgM Werte beim Feten zu äußerster Vorsicht Anlaß geben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • K. T. M. Schneider
    • 1
  • C. v. Kaisenberg
    • 2
  • W. Holzgreve
    • 3
  1. 1.Frauenklinik und Poliklinik, Klinikum rechts der IsarTechnische Universität MünchenMünchenDeutschland
  2. 2.Frauenklinik und PoliklinikUniversitätskrankenhaus EppendorfHamburgDeutschland
  3. 3.Zentrum für FrauenheilkundeWestf. Wilhelms-UniversitätMünsterDeutschland

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