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Fetale Erkrankungen mit chirurgischer Interventionsmöglichkeit

  • K. T. M. Schneider
  • C. v. Kaisenberg
  • W. Holzgreve

Zusammenfassung

Die Diagnostik und Behandlung chirurgisch behandelbarer fetaler Anomalien, z.B. der Zwerchfellherme, der bilateralen Hydronephroses des Sakrokokzygealteratoms, des Chylothorax, einfacher Formen der fetalen Herzerkrankungen und der zystisch-adenomatoiden Malformation der Lunge, hat sich erst während des letzten Jahrzehnts entwickelt. Dabei spielten verbesserte Methoden der bildgebenden Verfahren und der fetalen Überwachung, ein gereiftes Verständnis der fetalen Physiologie und Pathophysiologie und die Entwicklung neuer geeigneter Operationstechniken eine entscheidende Rolle. Dies führte zur Veränderungen des Entbindungszeitpunkts, der Art der Entbindung und der pränatalen Behandlung. Jede im Tierversuch neu entwickelte Operationstechnik muß sich der kritischen Frage unterziehen, ob das mit dem Eingriff verbundene Risiko für die Mutter und den Feten akzeptabel ist und in einem tragbaren Verhältnis zu dem für den Feten zu erwartenden Nutzen steht. Nur die Entwicklung strenger Richtlinien, welche Feten mit einer Anomalie von einer intrauterinen Therapie profitieren werden, gestattet den Einsatz dieser doch mit erhöhten Risiken behafteten Behandlungsart. Von äußerster Wichtigkeit ist die Tatsache, daß die weitere Reproduktionsfähigkeit der Frau erhalten bleiben soll. Longaker et al. berichteten aus einem Patientengut von 17 Frauen, die sich einer intrauterinen Chirurgie unterzogen. Die Gestationsalter zum Zeitpunkt der Operation lagen zwischen 18 und 28 Wochen, im Durchschnitt bei 24 Schwangerschaftswochen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • K. T. M. Schneider
    • 1
  • C. v. Kaisenberg
    • 2
  • W. Holzgreve
    • 3
  1. 1.Frauenklinik und Poliklinik, Klinikum rechts der IsarTechnische Universität MünchenMünchenDeutschland
  2. 2.Frauenklinik und PoliklinikUniversitätskrankenhaus EppendorfHamburgDeutschland
  3. 3.Zentrum für FrauenheilkundeWestf. Wilhelms-UniversitätMünsterDeutschland

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