Amniocentese, Placentese und Cordocentese zur Abklärung auffälliger Ultraschallbefunde im 2. und 3. Schwangerschaftstrimenon

  • D. Grab
  • G. Barbi
  • I. Kennerknecht
  • R. Terinde
Conference paper

Zusammenfassung

Das Erheben eines suspekten Ultraschallbefundes in der Schwangerschaft sollte — nach entsprechender Beratung der Schwangeren — das Angebot einer cytogeneti- schen Abklärung nach sich ziehen. Dabei haben Placentese und Cordocentese gegenüber der Amniocentese den Vorteil der wesenthch schnelleren Verfügbarkeit des Ergebnisses. Insbesondere die Placentese hat in jüngster Zeit rasche Verbreitung gefunden [2], wobei die einfache Anwendbarkeit der Methode und die Möghchkeit der Chorionzottendirektpräparation, die eine Karyotypisierung innerhalb weniger Stunden erlaubt, als besondere Vorteile dieser Methode gelten [3]. Auf der anderen Seite sind Fälle publiziert, bei denen die Karyotypen von Feten und Chorionzotten nicht übereinstimmen [1]. Die Beurteilung derartiger diskre- panter Befunde ist im Einzelfall schwierig, da Chorionzotten nicht in jedem Fall den Feten repräsentieren. Anhand eines Kollektivs von 202 Schwangeren, bei denen wegen eines auffälligen Ultraschallbefundes eine Chromosomenanalyse durchgeführt wurde, werden die verschiedenen Untersuchungsmethoden einander gegenübergestellt.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • D. Grab
    • 1
  • G. Barbi
  • I. Kennerknecht
  • R. Terinde
  1. 1.Universitäts-Frauenklinik UlmUlmDeutschland

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