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Der Urknall pp 152-160 | Cite as

Die thermonukleare Explosion des Universums

  • Joseph Silk

Zusammenfassung

Nach der ersten Millisekunde waren fast alle Hadronenpaare, also alle schweren Elementarteilchen, die nur den starken Kernwechselwirkungen unterworfen sind, zerstrahlt. Die von starken Wechselwirkungen (den Kräften, die für den Zusammenhalt der Atomkerne sorgen) beherrschte Hadronenära war vorbei; in der Folge kamen die schwachen Kernwechselwirkungen ins Spiel. Die schwachen Wechselwirkungen bestimmten den Zerfall der freien, aus der Hadronenära übriggebliebenen Neutronen zu Elektronen und Protonen (sie bestimmten auch bestimmte andere Prozesse des radioaktiven Zerfalls). Eine entscheidende Spur von Neutronen war aus der vorhergegangenen Epoche übriggeblieben, weil keine entsprechenden Antiteilchen vorhanden waren, mit denen zusammen die Neutronen hätten zerstrahlen können. Bei schwachen Wechselwirkungen treten auch kaum faßbare Teilchen auf, die man als Neutrinos und Antineutrinos bezeichnet. Man nimmt allgemein an, daß sie keine Masse besitzen und nur durch ihren Spin und ihre Energie charakterisiert sind. Diese Teilchen werden zusammen mit Elektronen und Positronen als Leptonen (leichte Teilchen) bezeichnet, und wir können sagen, daß die Hadronenära von der Leptonenära abgelöst wurde. Während der Leptonenära bestand das Universum aus einer Mischung von Photonen, Kernteilchen, Neutrinos und Antineutrinos, und während einer kurzen Anfangsphase, aus Elektron-Positron-Paaren.

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© Birkhäuser Verlag Basel · Boston · Berlin and Springer-Verlag Berlin · Heidelberg · New York · Tokyo 1990

Authors and Affiliations

  • Joseph Silk

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