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Diagnose der Achillodynie: Ein klinisch-bildgebendes Konzept

  • F. M. Kainberger
  • A. Engel
  • V. Fialka
  • Ch. Wurnig
  • A. Neuhold
  • D. Pölzleitner
Conference paper

Abstrakt

Das klinische Symptom „Achillodynie“ subsummiert eine Reihe von unterschiedlichen pathologischen Entitäten, deren Differenzierung und Graduierung mit moderner bildgebender Weichteildiagnostik exakt spezifizierbar ist.

Anhand der Untersuchung und retrospektiven Auswertung der Befunde von 214 Patienten wurde ein Klassifikationssystem, basierend auf klinischen und bildgebenden Kriterien, aufgestellt. Die Korrelation erfolgte mit der endgültigen klinischen Diagnose (inklusive Verlaufsuntersuchungen im Abstand vo 1-17 Monaten) und dem operativen Befund (18 Patienten).

Nach topographischen und pathogenetischen Kriterien wird zwischen Sehnenüberlastungsschaden, Enthesopathie und (metabolischer oder entzündlicher) Systemerkrankung unterschieden. Überlastungsschäden werden nach ihrem Schweregrad klassifiziert in: Grad I (Tenalgie), Grad IIA (akute oder subakute Tendinitis) und IIB (mit Peritendinitis), Grad III (chronisch) mit erhöhtem Rupturrisiko und Grad IV (partielle oder komplette Ruptur).

Verghchen mit bisherigen (rein auf der klinischen Untersuchung basierenden) Klassifizierungen ist mit dem vorgestellten Algorithmus, in dem die Sonographie eine zentrale Stellung einnimmt, eine sehr exakte Graduierung in Hinblick auf die Prognose und in Bezug auf spezifische konservative bzw. operative Therapiemodalitäten möglich.

Das klinische Symptom „Achillodynie“ subsummiert eine Reihe von unterschiedhchen pathologischen Entitäten, wobei mechanisch bedingte Überlastungsschäden aufgrund unphysiologischer sportlicher Aktivitäten zahlenmäßig weit vor metabolischen oder entzündhchen Systemerkrankungen stehen [1].

Während frische komplette Sehnenrisse der Achillessehne klinisch einfach erkennbar sind, sinkt die Sensitivität bei alten oder inkompletten Rupturen auf 0,7–0,8, was zu einer signifikanten Verschlechterung der Therapieergebnisse führt [2]. Im folgenden soll die Wertigkeit der Computersonographie bei der Schweregradbestimmung abnormer Sehen- und Sehnengleitgewebsveränderun- gen definiert werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • F. M. Kainberger
    • 1
  • A. Engel
  • V. Fialka
  • Ch. Wurnig
  • A. Neuhold
  • D. Pölzleitner
  1. 1.Abt. f. diagn. RadiologieII. Med. Univ. KlinikWienDeutschland

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