Leitlinien neuroleptischer Therapie

  • Kurt Heinrich
Conference paper

Zusammenfassung

Die vom 1. bis 3.12.1989 durchgeführte Expertenkonferenz ergab folgende theoretische und praktische Leitlinien bei der Anwendung neuroleptischer Substanzen:
  1. 1.

    Der gemeinsame primäre Wirkungsmechanismus der heute zur Verfügung stehenden Neuroleptika ist offenbar die Blockade von D2-Rezeptoren im zentralen Nervensystem. Die antipsychotische Wirksamkeit wird über den D2-Rezeptor vermittelt. Da D2-Rezeptoren bei fast allen bekannten Dopamin-Wirkungen (Brechreiz, Prolaktinfreisetzung, Stereotypien, Anti-Parkinson-Wirkung, psychotische Syndrome) eine Rolle spielen, ist die neuroleptische Einwirkung auf die dopaminergen Neuronen des tubero-infundibulären Systems, des nigro-striatalen Systems und des meso-limbischen Systems anzunehmen. Die D2-Blockade in den beiden erstgenannten Systemen führt zu endokrinen und motorischen Nebenwirkungen der Neuroleptika, das meso-limbische System, vor allem der Hippocampus, ist für die antipsychotische Wirkung von Bedeutung. Die Dopamin-Hypothese der Neuroleptika-Wirkung ist nach den heutigen Erkenntnissen als sicher anzusehen. Für eine allgemeine Dopamin-Hypothese der Schizophrenie existieren allerdings nur schwache Daten.

     

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

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  • Kurt Heinrich

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