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Zu einem Verständnis für Anpassungsvorgänge im 1. Lebensjahr

  • Joseph D. Lichtenberg

Zusammenfassung

Hartmann betrachtete psychologische Vorgänge mit bemerkenswert breit angelegtem Verständnis. Er sagte, daß es im Säugling einen Zustand der Voranpassung gibt, bevor der Punkt der Entwicklung erreicht ist, an dem der Organismus selbständig zur Sicherung seiner Anpassung funktionieren kann (1939, S. 44, 1956, S. 240–241). Um das, was er unter „Voranpassung“ verstand, näher zu bezeichnen, verwies Hartmann auf die Fähigkeiten des Säuglings, wahrzunehmen, sich zu erinnern und Bewegungen zu kontrollieren — Funktionen, die er als primäre (angeborene) und autonome verstand (er meinte, daß sie sich als abgegrenzte Organisation in Reaktion auf Reize entwickeln und nicht das Ergebnis eines Konfliktes darstellen). Hartmann dachte, daß gewisse Funktionen vorhanden sein müssen, damit die Impulse, die den Konflikt ausmachen, überhaupt psychisch registriert werden und Bedeutung erhalten. Hartmanns Prämisse liegt die Ansicht zugrunde, daß ein Konflikt nur dann entsteht, wenn das Begehren, Befriedigung wieder zu erleben, Aufschub erdulden muß.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Joseph D. Lichtenberg
    • 1
  1. 1.BethesdaUSA

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