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End-of-the-Pipe Strategien: kurzfristige Auswirkungen

  • Malte Faber
  • Peter Michaelis
  • Gunter Stephan
Chapter

Zusammenfassung

Werden Abfälle erst entsorgt, nachdem sie den Produktionsbereich oder die Haushalte verlassen haben, sprechen wir von End-of-the-Pipe Entsorgungsmaßnahmen (siehe dazu Kapitel 9). Die bis heute angewandten Verfahren können die direkte Deponierung, die Verbrennung mit anschließender Deponierung der Reststoffe oder/und das Recycling sein. In diesem Kapitel betrachten wir zunächst nur die beiden zuerst genannten Entsorgungsmaßnahmen. Wir untersuchen, wie die Behandlung fester Abfälle durch Deponierung und Verbrennung auf die ökonomische Struktur des Wirtschaftsraumes Baden-Württemberg wirken. Das Recycling oder gar die Vermeidung und die Verringerung von Abfällen bereits bei der Produktion oder dem Konsum werden in diesem Kapitel noch nicht berücksichtigt, sondern erst in Kapitel 16. Statt dessen gehen wir bei unseren Überlegungen von einer gegebenen Technologie ohne Substitutionsmöglichkeiten und einem gegebenen Konsumverhalten der Haushalte aus. Eine solche Annahme kann jedoch nur für einen kurzfristigen Zeithorizont gerechtfertigt werden. Deshalb betrachten wir den Wirtschaftsraum Baden-Württemberg nur für ein Jahr und berechnen bezogen auf das Jahr 1980 die Preisstruktur, den Produktionsumfang in den einzelnen Sektoren, das Abfallaufkommen und die Abfallentsorgung getrennt nach Deponierung und Verbrennung. Die Daten sind für 1980 aus den amtlichen Statistiken Baden-Württembergs entnommen (siehe STATISTISCHES LANDESAMT BADEN-WÜRTTEMBERG 1981,1984,1985,1986).

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Literatur zu Kapitel 14

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • Malte Faber
    • 1
  • Peter Michaelis
    • 1
  • Gunter Stephan
    • 2
  1. 1.Alfred-Weber-InstitutUniversität HeidelbergHeidelberg 1Deutschland
  2. 2.Volkswirtschaftliches Institut Abteilung f. angewandte MikroökonomieUniversität BernBernSwitzerland

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