Rudern pp 197-204 | Cite as

Struktur und Sinn eines modernen Krafttrainings

  • F. Zintl
  • F. Held

Zusammenfassung

Nach dem derzeitigen Wissensstand in der allgemeinen Trainingslehre werden folgende Arten (Erscheinungsweisen) der Kraft unterschieden:
  • Maximalkraft. Die Maximalkraft wird als Basisfähigkeit aufgefaßt. Sie stellt „den höchsten, bei maximaler Willkürkontraktion gegen einen unüberwindlichen Widerstand realisierten Kraftwert dar“[5]. Wird die im Muskel vorhandene Kraftreserve, die willentlich nicht erfaßbar ist, hinzugerechnet, spricht man von Absolutkraft. Die Differenz zwischen Absolutkraft (= exzentrische Maximalkraft) und Maximalkraft wird als Kraftdefizit bezeichnet.

  • Schnellkraft. Die Schnellkraft stellt die Fähigkeit zu hohem Kraftanstieg pro Zeiteinheit dar. Sie gibt Auskunft, wie schnell die Maximalkraft entwickelt werden kann (maximaler Kraftgradient oder Explosivkraft). Schnellkraft gibt es demgemäß in statischer und dynamischer Form. Statische Schnellkraft ist sinnvoller mit Maximalkraftgradient ausgedrückt. Der historisch gewachsene Begriff „Schnellkraft“ist die dynamische Schnellkraft.

  • Reaktivkraft. Die zusätzlichen Eigenheiten der Reaktivkraft als Sonderform der Schnellkraft berechtigen zu einer eigenständigen Betrachtung. Unter Reaktivkraft wird die Schnellkraft im Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus verstanden [3].

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • F. Zintl
  • F. Held

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