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Über embryonale Transplantation 1906

  • Hans Spemann

Zusammenfassung

Es sind nunmehr 10 Jahre her, daß der hochverdiente Anatom Gustav Born auf der Naturforscherversammlung zu Frankfurt a.M. einen Vortrag hielt mit dem Titel „Über künstlich hergestehte Doppelwesen bei Amphibien“. Die sonderbaren Geschöpfe, die er dabei vorzeigte, werden sicher einigen von Ihnen noch in Erinnerung sein: Da waren Tiere, die zwei Köpfe oder zwei Schwänze besaßen, solche, die paarweise am Bauch oder am Rücken verwachsen waren; ja Larven, die anstehe des Schwanzes einen zweiten Kopf, anstehe des Kopfes einen zweiten Schwanz besaßen und doch lebten. Diese Bildungen waren dadurch erzeugt worden, daß ganz junge Larven, namentlich der Unke und des grünen Wasserfrosches, in Stücke geschnitten und mit den frischen Wundflächen zur Verheilung gebracht wurden. Die einzelnen Stücke, die ein solches Tier zusammensetzten, entwickelten sich dann im neuen Verband gerade so weiter, als befänden sie sich noch am Ort, von dem sie stammten. So entstanden jene merkwürdigen, nie vorher dagewesenen Monstren. Born nannte diese Operation kurz embryonale Transplantation.

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© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1987

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  • Hans Spemann

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