Mikrochirurgie in der Gynäkologie

  • H. W. Schlösser
  • M. Dolff

Zusammenfassung

Die gynäkologische Mikrochirurgie versteht sich als eine organ- und funktionserhaltende Operationsmethode für Frauen, deren Fertilität wiederhergestellt oder bewahrt werden soll. Um eine möglichst blutarme und gewebeschonende, den anatomischen Gegebenheiten Rechnung tragende Präparation zu ermöglichen sowie eine optimale Prophylaxe gegenüber funktionsstörenden posttraumatischen Adhäsionen zu gewährleisten, bedient sie sich neben Lupe und Operationsmikroskop eines speziellen Instrumentariums sowie feinster inerter Nahtmaterialien. Hauptanwendungsgebiet der gynäkologischen Mikroehirurgie sind fertilitätsbeeinträchtigende Veränderungen der Adnexe. Die Mehrzahl der Eingriffe erfolgt an erkrankten Eileitern zur Behebung einer unfreiwillig erworbenen tubaren Sterilität. Erst in zweiter Linie kommen mikrochirurgische Techniken bei sterilisierten Patientinnen zur Rekanalisierung der Tubenlichtung zum Einsatz. Im Hinblick auf die Erhaltung der Reproduktionsfähigkeit ist die Mikrochirurgie darüberhinaus bei Vorliegen bestimmter Formen der Tubargravidität sowie bei der notwendigen Entfernung gutartiger Adnextumoren die operative Behandlungsmethode der Wahl.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • H. W. Schlösser
    • 1
  • M. Dolff
    • 2
  1. 1.Universitäts-FrauenklinikDüsseldorf 1Deutschland
  2. 2.Gynäkologische Abt.St. Agnes-KrankenhausBocholzDeutschland

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