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Migräne pp 24-36 | Cite as

Klinische Diagnostik

  • H. D. Langohr
  • G. Schroth

Zusammenfassung

Die Diagnose einer Migräne, die Zuordnung zu verschiedenen Untergruppen und die Abgrenzung von anderen Kopfschmerzformen kann in den meisten Fällen allein mit Hilfe einer ausführlichen Erhebung der Krankheitsvorgeschichte vorgenommen werden. Dabei ist von besonderer Bedeutung, daß der Patient die Möglichkeit erhält, seine Symptome frei zu schildern. Aufgrund der eigenen, spontanen Darstellung der Beschwerden läßt sich am besten die Einstellung des Patienten zu seinen Schmerzen erfassen. Häufig fällt auf, daß trotz der schweren Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens im Migräneanfall der Leidensdruck des Migränikers im Intervall eher gering ausgeprägt ist und die Beschwerden bagatellisiert und mit Distanz geschildert werden. Im Gegensatz dazu hat man bei Patienten mit Spannungskopfschmerzen den Eindruck, daß aus dem Symptom Kopfschmerz eine Schmerzkrankheit geworden ist und die ganze Persönlichkeit und das Erleben des Patienten dadurch geprägt sind. Die Beschwerdenschilderung erfolgt sehr ausführlich, oft weitschweifig und manchmal depressiv gefärbt. Andererseits wirken Patienten mit Kopfneuralgien auch im schmerzfreien Intervall oft gespannt und scheinen in ständiger Furcht vor einer neuen Schmerzattacke zu leben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • H. D. Langohr
  • G. Schroth

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