Beitrag zur Frage Imperfektionen und Schwingungsverhalten im Brückenbau

  • J. Weinhold

Zusammenfassung

Die Häufung von Versagensfällen bei großen Brückenbauvorhaben in Stahl-Hohlkastenbauweise in letzter Zeit bewirken, daß die bisherigen offenbar nicht ausreichenden und nicht vollständigen verbindlichen Vorschriften, Berechnungsverfahren und Konstruktionsregeln nunmehr Gegenstand intensiver und großangelegter Forschungsvorhaben werden. Steinhardt (Lit. 1) fordert in seinem Gutachten zum Brückeneinsturz in Koblenz-Horchheim “eine bessere und überschaubare Berücksichtigung der Imperfektionen”. Ähnlich hat Chwalla (Lit. 2) schon vor Jahrzehnten von “planmäßig nicht vorgesehenen, baupraktisch unvermeidlichen Imperfektionen” gesprochen und gefordert, daß das mit Imperfektionen behaftete System dem Standsicherheitsnachweis zugrunde zu legen ist. Bei den in Betracht zu ziehenden geometrischen, technologischen und konstruktiv bedingten Imper-fektionen und deren Kombinationen dürfte es zweckmäßig sein, zwei Arten zu unterscheiden. Eine erste, die etwa im Zusammenhang mit einer Standardisierung der Hohlkastenbauweise nach Regeln der Statistik quantitativ darstellbar sein dürfte, eine zweite Art, die Steinhardt (Lit. 3) als “ungeschickte Detailausführung” kennzeichnet. Er hebt ferner hervor, daß die meisten Kastenbrückeneinstürze durch “unzureichende konstruktive Einzelheiten” oder durch “unbefriedigende Aufstellungsverfahren” verursacht worden sind.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • J. Weinhold
    • 1
  1. 1.HannoverDeutschland

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