Soziale Folgen des Haschischgebrauchs

  • M. G. Stringaris

Zusammenfassung

Es ist bereits erwähnt worden, daß keine der bisher gegebenen allgemeinen Erklärungen eine befriedigende Antwort auf die Frage nach den Ursachen des Haschischgenusses gibt, weder für das Aufflackern oder das Nachlassen seiner Verbreitung, noch für die Bevorzugung gerade dieses Genußmittels in verschiedenen Zeiten, Bereichen und Populationen. Man hat dafür Rasseneigenheiten und Religionsgründe verantwortlich gemacht, und diese haben sich als nicht richtig erwiesen. Man zog die verschiedenartigsten sozialen Faktoren heran, wie Unterentwicklung und Technokratie, gesellschaftliche Primitivität und kapitalistische Konsumgesellschaft, Mangel und Überfluß, Armut und Wohlstand, Beschäftigungslosigkeit und Überforderung, Analphabetentum und wissenschaftlichen Spitzenfortschritt, und die hoben sich — mindestens scheinbar — gegenseitig auf. Man hat speziell für das westliche Phänomen der sog. „Rauschgiftwelle“ allgemein die Mißstände der heutigen Gesellschaft und den Gegensatz zwischen den Generationen beschuldigt, wodurch die Jugendlichen zum Rauschmittel gedrängt würden; bei näherer Betrachtung ist das Resultat nicht plausibel genug.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • M. G. Stringaris
    • 1
  1. 1.Athen 403Griechenland

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