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Druck von Seidentextilien

  • Walter Bernard

Zusammenfassung

Die Naturseide stellt zwar im textilen Verbrauch nur ein sehr kleines Kontingent, das aber hauptsächlich für Oberbekleidung wie Damenkleider- und Krawattenstoffe bzw. Dekorationstextilien verwendet wird und in dieser Eigenschaft in stärkerem Maße, vor allem für Tücher und Schals bedruckt wird. Als Proteinfaser wird die Seide in gleicher Weise wie die Wolle bedruckt, eine Chlorierung ist jedoch nicht notwendig. Unbedingt notwendig ist jedoch ein Entbasten der Seide. Erschwerte Seide läßt sich, vor allem wenn sie mineralisch erschwert wurde, kaum bedrucken, da die Farbstoffausbeute zu gering ist, die Egalität zu wünschen übrig läßt und das Material durch das Dämpfen brüchig wird. Die Erschwerung wird u. U. nach dem Druck vorgenommen, vorausgesetzt, die aufgedruckten Farbstoffe überstehen die Erschwerung ohne Änderung der Nuance. Zum Bleichen des Fonds genügt meist eine reduktive Bleiche, bzw. es kann ein ausgesprochenes Vollweiß mit Wasserstoffperoxid unter Mitverwendung optischer Aufheller, wie sie auch für Wolle üblich sind, hergestellt werden. Wegen der geringen Metragen werden Seidenstückwaren meist im Filmdruck auf Tischen bedruckt.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Walter Bernard
    • 1
  1. 1.MünchbergDeutschland

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